Lenz ist klar, dass die Mittel der EU begrenzt sind und immer knapper werden: „Auch aus ökonomischen und ökologischen Gründen ist es nicht sinnvoll, Lebensmittel künstlich billig zu halten. Deshalb wäre es nur logisch, die notwendigen Preise über den Markt zu erwirtschaften, wie in anderen Bereichen auch. Die Erzeugungskosten müssen ganz klar in die Kalkulationen einfließen. Auf dieser Grundlage können dann die Partner in der Lebensmittelkette wiederum ihre Kosten berechnen. Das Ganze muss für die Konsumenten nicht teurer werden, denn mit dem Abbau von Subventionen und Bürokratie könnten im Gegenzug die Steuern entsprechend gesenkt und Strukturen effizienter gestaltet werden. Auch die politisch Verantwortlichen im BMEL sehen darin eine Möglichkeit, die Kostensteigerungen durch Beihilfenkürzungen zu kompensieren. Ein erster Schritt für zukunftsfähige Lösungen, nun dürfen den Worten auch Taten folgen.“

 

Die Preiskurven für Butter, Käse und Magermilchpulver folgen weiter dem langfristig steigenden Trend. Auch die saisonale Milchanlieferung steigt nun wieder, bleibt aber noch unter dem Vorjahresniveau. Für Lenz ist klar: „Mit einer verbindlichen Vorgabe zum Abschluss von Kaufverträgen mit Mengen und Preisen wäre ein erster wichtiger Schritt hin zu mehr Planungssicherheit gemacht. Darüber hinaus brauchen wir Instrumente, die in der Verantwortung der Erzeuger liegen, um vorausschauend im Sinne eines Marktgleichgewichtes Impulse zu setzen und damit eigenverantwortlich am Markt zu agieren. Dass Kaufverträge und eine Branchenvereinigung der Landwirte nicht nur im Produktionsbereich Milch notwendig sind, zeigt die große Geschlossenheit aller Landwirte, egal welche Lebensmittel sie produzieren.“