Dies ist einmal mehr der Beweis, dass weder die nachgelagerte Verwertung und Ertragslage (= Wertschöpfung) bei den Molkereien noch das Prinzip Angebot und Nachfrage für den Milchmarkt gelten, denn die Milchmengen sind EU-weit um 0,9 Prozent im Vergleich zur Vorjahresmenge zurückgegangen (z. B. Deutschland -1,7 Prozent, Frankreich -3,7 Prozent, Niederlande -1,4 Prozent). Wir können aber keine signifikant steigenden Milchauszahlungspreise feststellen!

Zu klar sind die Marktmängel, die deutlich machen, dass etwas geschehen muss! Wir müssen uns zusammentun (bündeln) und gemeinsam mit Milchkaufverträgen, in denen vor Beginn des Lieferzeitraumes sowohl Preis als auch Menge ausgehandelt und festgelegt sind, unsere Milch vermarkten. Da dürfen auch Genossenschaften nicht ausgenommen werden. Erst dann können wir kostendeckende Erzeugerpreise erzielen, und unsere Höfe können sich wirtschaftlich erholen und zukunftsfähig aufstellen.