Eine klare Aufgabe

Die MEG Milch Board w. V. ist ein wirtschaftender Verein (w. V.). Er hat in Erfüllung seiner zentralen Satzungsaufgabe ein Gutachten erstellen lassen, das die tatsächlichen und aktuellen Milcherzeugungskosten unter Einbeziehung eines angemessenen Einkommensansatzes darstellt.

Wirtschaftliche Vermarktung

Die Expertise zeigt, was bei der Vermarktung der Milch mindestens erlöst werden muss, damit alle Kosten der Erzeugung gedeckt sind und den LandwirtInnen und ihren Familien ein gutes Einkommen gesichert ist.

Nachgerechnet 

Das Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) wurde von der MEG Milch Board w. V. und dem European Milk Board (EMB) mit der Erstellung des Gutachtens sowie der Berechnung des MMI beauftragt. Weitere Wissenschaftler haben sich an dem Projekt beteiligt. Die zutreffende Systematik und Methodik der Kostenberechnungen ist von unabhängiger Expertenseite zustimmend kommentiert worden.

Die Gutachtenbasis beruht auf Daten des InformationsNetzes Landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB) der Europäischen Kommission.

Diese Daten spiegeln jene Zahlen wider, die von der Kommission zum Zwecke politischer Entscheidungen erhoben werden. Sie sind amtlich und rechtlich anerkannt. Den Berechnungsergebnissen bis zum Jahr 2012 liegen Zahlen des INLB 2010 bis 2012 zu Grunde, die Berechnungen ab dem Jahr 2013 bis 2015 beziehen sich auf die Datenbasis des INLB 2013.

Die Berechnungen für 2016 und den vierteljährlich erscheinenden MMI sind Prognosen und werden mit Hilfe des erprobten Hochrechnungsverfahrens ermittelt. Zur Hochrechnung werden die Daten des Testbetriebsnetzes des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie des Statistischen Bundesamtes verwendet.

Die Erhebungen des INLB basieren auf einer geschichteten Auswahl, in der ausschließlich landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe und auch Personengesellschaften Eingang finden. Zudem werden Betriebe erst ab einer bestimmten wirtschaftlichen Mindestgröße, die nach Europäischen Größeneinheiten (EGE) differenziert wird, in die Stichprobe einbezogen. 

Für Deutschland wurden in der INLB-Stichprobe im Jahr 2007 bereits 75 Prozent aller Milchkühe abgedeckt. Die vorliegenden Berechnungsergebnisse beziehen sich auf den Durchschnitt der Milcherzeugungsbetriebe in Deutschland. In diesen Datenbestand fließen für Deutschland überwiegend die Daten von Milchviehbetrieben aus den drei Betriebsgrößenklassen (4) 50.000 – <100.000 EUR Standardoutput, (5) 100.000 – <500.000 EUR Standardoutput und (6) ≥500.000 EUR Standardoutput ein.